Die Fleischwurst

Die Personen und die Handlung der Geschichten/Artikel sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.

Wenn morgens die unbelegten Stullen auf dem Brettchen liegen und ich den Kühlschrank öffne, springt mir die Fleischwurst direkt ins Auge. Meine Hand greift dann unwillkürlich zu und holt die wohl ekelhafteste Wurstsorte, die mir bekannt ist, postwendend heraus. Hurtig wird dann die Wurstpelle, mit einem scharfen Messer eingeschnitten und die Wurst nackig gemacht. Unweigerlich erinnert die Wurst an einen, dicken Prallen Herrenprengel, den ich nun ungeniert in kleine Scheiben schneide und auf die unschuldigen Brotscheiben verteile. Auf jede Wurstscheibe, die ich mit tiefer Inbrunst auf das Backwerk drapiert habe, quetsche ich nun eine Mayonnaiseblume aus der Tube. Als ich den letzten Fettklecks auf die gepressten Fleischreste platziere, fällt der Speichelfaden, der mir schon die ganze Zeit am Mundwinkel hing, herab und landet direkt auf meinem Frühstück. Guten Appetit.

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    Über den Autor

    Bloggender Industriemeister aus dem Ruhrpott mit Hang zum satirischen schwarzmalen.

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